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Wer bin ich?
Von Kejuro am 10.11.2009 - 14:24

Habe mir für den SüdCon nen neuen Char gemacht und mir jetzt auch mal nen Hintergrund überlegt. Halte es für höchst wahrscheinlich, dass mir noch weitere Lebensabschnitte einfallen werden...

Mir ist natürlich klar, dass das im Sinne der Germanistik nicht unbedingt eine Kurzgeschichte ist, aber es ist eine Geschichte und sie ist kurz...

Außerdem erfüllt sie das Kriterium eines offenen Anfangs und hat auch (noch) keinen Abschluss. (Ich glaube, dass auch die verwendete Zeitform (Präsens) ein Kriterium war, aber der Deutschunterricht liegt schon zu weit zurück...)

 

 

 

Geschichte: 

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Wer ich bin, wollt ihr wissen?

Nun, ihr könnt mich Hermes nennen. Das ist der Name, der mir durch den Kopf geht, wenn ich mir selbst diese Frage stelle.

Meine Mutter nannte mich anders, doch welcher Name das war – ich weiß es nicht mehr. Überhaupt fällt es mir schwer mich an Ereignisse zu erinnern, die vor der Zeit mit Meister Kilian lagen.

 

Wenn ich versuche mir das Gesicht meines Vaters vorzustellen, sehe ich nur eine wutverzerrte Maske und dann empfinde ich Angst.

Angst, Zorn und Hilflosigkeit. Doch das Gesicht bleibt schemenhaft, undeutlich, nicht greifbar. Nur die Augen kenne ich. Eiskalt. Bleigrau. Stechend.

Diese Augen blicken mich jedes Mal an, wenn ich in einen Spiegel schaue.

 

Dann ein Gefühl der Erleichterung. Meine Mutter und ich sind allein.

Wenn ich versuche an sie zu denken entsteht vor meinem inneren Auge ein anderes Gesicht. Das einer schönen Frau. Doch auch sie ist nicht gut zu erkennen. Aber endlich, endlich lächelt sie.

 

Dann nur noch Schmerzen. Hitze. Wirre Farben. Ein Donnern und Rauschen. Dunkelheit.

 

 

Langsam entsteht ein neues Bild. Die Situation hat aber keinen Bezug zu mir, Hermes. Ich bin nur ein Beobachter:

 

Ein kleiner Junge kniet in einem dunklen Raum an einem Bett. In dem Bett liegt die Frau. Dann das Wissen, sie nie wieder lächeln zu sehen.

 


by Y_sea on Mo, 16/11/2009 - 16:25
Zitat von 16.11.2009, 10:36 von Kejuro Beitrag anzeigen
Was das "reifen" angeht: Ich hatte Hermes als Grad 3 und Grad 5 Char dabei auf dem Con dabei... Habe den Grad 3er am Freitag und am Sonntag gespielt, den Grad 5er am Samstag.
Spannend: Habe am Sonntag etwas erlebt, was die Char-Entwicklung zu dem was er am Samstag war (leicht pyromanisch), erklären würde.
Das klingt nach Schicksal! Cool. Baue es ein und aus. Charaktere, bei denen das Schicksal sinnvoll mitspielt, machen am meisten Spaß. Das Leben liefert uns das, was wir brauchen... und unseren Chars auch.

Meine Ordenskriegerin würfelt immer eine Eins, wenn das, was sie machen will, nicht gut für sie wäre. Mittlerweile weiß ich das und befolge die göttlichen Zeichen...

Cheers,
Eva

by Kejuro on Mo, 16/11/2009 - 10:39
Zitat von 12.11.2009, 20:56 von Mormegil Beitrag anzeigen
Mit dem Char in der gleichen Gruppe zu spielen war jedenfalls interessant. Und die "Geschichte" ist von der Impression, die sie hinterlässt auch gut gelungen. Ohne ihn am Spieltisch erlebt zu haben bekommt man aber trotzdem kein allzu klares Bild vom Charakter. Dennoch: Mehr davon!
Schön, dass durch die "Geschichte" überhaupt eine Impression entstanden ist. Werde den Charakter wohl weiter "unterfüttern", da das Spielen mit ihm echt cool ist.

by Kejuro on Mo, 16/11/2009 - 10:36
Zitat von 12.11.2009, 20:27 von Y_sea Beitrag anzeigen
Hallo Kejuro!

Ich finde das eine sehr griffige Art, sich in den Charakter einzufühlen. Wie war das Spielen? Bist du leicht und schnell rein gekommen?

Meine eigene Erfahrung mit Charakteren ist, dass sie erst nach zwei, drei Abenteuern reif sind, ich erst dann weiß, wie sie sind, egal, wie viel Wörter ihre Hintergrundgeschichte hatte...

Auf jeden Fall eine sehr interessante Idee.

Gruß,
Y_sea
Was das "reifen" angeht: Ich hatte Hermes als Grad 3 und Grad 5 Char dabei auf dem Con dabei... Habe den Grad 3er am Freitag und am Sonntag gespielt, den Grad 5er am Samstag.
Spannend: Habe am Sonntag etwas erlebt, was die Char-Entwicklung zu dem was er am Samstag war (leicht pyromanisch), erklären würde.

by Mormegil on Do, 12/11/2009 - 20:56
Mit dem Char in der gleichen Gruppe zu spielen war jedenfalls interessant. Und die "Geschichte" ist von der Impression, die sie hinterlässt auch gut gelungen. Ohne ihn am Spieltisch erlebt zu haben bekommt man aber trotzdem kein allzu klares Bild vom Charakter. Dennoch: Mehr davon!

by Y_sea on Do, 12/11/2009 - 20:27
Hallo Kejuro!

Ich finde das eine sehr griffige Art, sich in den Charakter einzufühlen. Wie war das Spielen? Bist du leicht und schnell rein gekommen?

Meine eigene Erfahrung mit Charakteren ist, dass sie erst nach zwei, drei Abenteuern reif sind, ich erst dann weiß, wie sie sind, egal, wie viel Wörter ihre Hintergrundgeschichte hatte...

Auf jeden Fall eine sehr interessante Idee.

Gruß,
Y_sea


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