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Abenteuer: Die Sidhe,
7.10.2009 – Südcon – HaJo – insgesamt knapp 26 Tage
Hirschmond,
2. Trideade Sedag
In Thame las ich von einigen mächtigen
Zauberkundigen in Erainn, weshalb ich mich auf die Suche nach diesen
machte. Nun bin ich bereits drei Wochen in diesem Land, dessen
Sprache mir immernoch nicht gänzlich geläufig ist. Von
Zauberkundigen fehlt bis jetzt jede Spur. Die einzigen die hier Magie
zu wirken scheinen, sind die Weisen Frauen. Ich reise mit einer
Reisegruppe mit: Roderic, ein Priester des Xan aus Alba, Sir Morlag,
ein albischer Jäger, Olgrim, ein Zwerg mit grünen Haaren, Marc, ein
Söldner aus den Küstenstaaten, sowie Isabell, eine hochnäsige Dame
aus den Küstenstaaten, die aus unerklärlichen Gründen Ungeziefer
(ich glaube es ist eine Maus die ich da an ihr sehe) mit sich
herumführt. Die anderen haben nun, nach fast drei Wochen
beschlossen, sich demnächst zu trennen, jeder möchte wieder in
seine Heimat zurück und ich gebe es auf, hier nach Magie zu suchen,
Erainn scheint keine mächtige Magie zu beherbergen.
Heute Abend erreichten wir einen
kleinen Weiler in dem die Vorbereitungen auf ein Fest zum Einzug des
Winters in vollem Gange laufen.
Hirschmond,
2. Trideade, Seachdag
Heute
wurde weiter für das Lichterfest vorbereitet. Da man uns gutes Essen
versprach beschloss ich bis zu dem Fest zu verweilen. Die
anderen aus der Reisegemeinschaft helfen beim Aufbau, ich halte mich
zurück. Der Zwerg hat seine grünen Haare, weil er von einer Fee
verflucht wurde, in deren Grotte er sich ungeziemlich verhalten hat.
Ich spiele mit dem Gedanken, als nächstes das Feenvolk aufzusuchen.
Heute Nachmittag brach eine gewaltige
Kälte herein. Erst dachte ich an Eismagie, es stellte sich jedoch
als die Auswirkung eines Mannes heraus, der mit 12 Hunden von einem
nahe gelegenen Hügel zu Siedlung kam. Eine gewisse Unruhe überkam
auch mich, im Gegensatz zu Sir Morlag konnte ich mich aber
beherrschen. Dieser einfache Mann schoss dem Fremden, bei dem es
sich, wie sich später herausstellte um ein durchaus von Magie
berührtes Wesen handelte, mit seinem Langbogen in die Schulter. So
war ein Kampf nicht zu vermeiden, der in jedem Fall nur negativ
verlaufen konnte, da der Fremde nach einem Kampf sicher nicht gewillt
gewesen wäre seine magischen Kenntnisse mit uns zu teilen.
Wie dem auch sei, Marc erschlug
schließlich den Mann, der entfernt an einen Dunkelelfen aus den
Sagen erinnerte, jedoch mit einer seltsamen Haut (oder war es eine
Rüstung?). Ich beobachtete auf jeden Fall als genau, konnte aber
nicht erkennen, dass er Magie einsetzte, insofern wäre das Ereignis
nicht weiter erwähnenswert gewesen. Als der Fremde jedoch starb,
lösten sich auch seine Hunde in modriges Blattwerk auf. Dies weckte
natürlich meine Neugier und während die simplen Leute in ihrem Ruhm
badeten und sich ihre Kratzer verarzten liesen untersuchte ich den
Moder, der jedoch auch nichts magisches an sich hatte. Ich bin
schlecht auf Marc zu sprechen, der mich um die erste Möglichkeit
seit 3 Monaten in diesem Land beraubt hat, mit einem höheren Wesen
in Kontakt zu treten.
Ich stellte weitere Nachforschungen an.
Es handelte sich bei diesem Wesen mit großer Wahrscheinlichkeit um
ein Feenwesen. Mein Interesse an diesem Volk wächst. Heute Abend
hatten wir Kontakt mit einer anderen dieses Volkes. Sie nannte sich
Sommerpaladin und führte uns kurz in eine unwichtige Streiterei in
ihrem Reich zwischen einer Winter- und einer Sommerkönigin ein, die
jeweils einen Paladin unter sich haben und unter diesen noch weitere
Krieger. Scheinbar war dieses Wesen vom Mittag der Paladin der
Winterkönigin. Diese Fee war übrigens ganz in warme Luft gehüllt,
im Gegensatz zu dem ehemaligen Winterpaladin. Leider kam der
Sommerpaladin nicht dazu, von der mächtigen Magie des Feenvolkes zu
sprechen, da die anderen sie mit unwichtigen Fragen belästigten.
Diese Feenwesen nennen sich im übrigens
Sidhe. Sie kommen aus einer Anderswelt und können diese Welt über
Feenkreise betreten. Ich muss lernen diese Wege ebenfalls zu
beschreiten.
Die Dorfbewohner zeigten überflüssige
Bestürzung über das Geschehene. Als ich sie mit dem Gedanken
konfrontierte, dass kaltes Eisen sie vor den Feen schützen könnte
(ich hatte dieses in einem Buch der Gilde gelesen), bestätigen sie
dies zu meiner Verwunderung und erklärten sie hätten unter jedem
Haus solches Eisen vergraben. Durch wenige Fragen konnte ich aber
schnell herausfinden, dass bis auf das Haus des Dorfvorstehers, das
kalte Eisen mit Sicherheit gefälscht war.
Während die anderen überlegen, wie
sie irgendwelche Ansprüche der Winterkönigin an Marc, der ja den
letzte Paladin erschlagen hat und nun folgerichtig sein Nachfolger
werden sollte, abwenden können, sinne ich nun über einem Plan, das
kalte Eisen in meine Hände zu bekommen.
Hirschmond, 2. Trideade,
Oachdag
Isabell hat heute einen Boten mit ihrem
Pferd zu der nächsten Weisen Frau geschickt. Immernoch sind alle
bestürzt über das Versterben des Winterpaladins. Mein Plan das
kalte Eisen zu erlangen erfuhr einen ersten Dämpfer, als ich
versuchte den Dorfältesten zum Ausgraben dieses Objektes zu bewegen.
Interessanterweise kam mir Isabell zu Hilfe, wodurch das kalte Eisen
nun ausgegraben im Haus des Dorfvorstehers liegt. Ich habe mir in
einem Nachbardorf bei einem Schmied etliche Eisenklumpen in etwa der
selben Größe geben lassen um später einen Tausch vornehmen zu
können.
Am Abend hatte ich Kontakt mit einem
einfachen Feenwesen des Winterreiches, ich habe es mit Alkohol
angelockt. Leider war es nicht sehr nützlich, dafür aber sehr
durstig. Die anderen haben größtenteils wieder mit dem (übrigens
weiblichen) Sommerpaladin beraten, was nun zu tun sei. Diese bietet
Marc jetzt einen Wunsch an, den dieser aber nicht aussprechen will,
da er eine Heimtücke der Feen fürchtet.
Dieses Volk wirkt auf mich
grundsätzlich sehr logisch strukturiert und dahingehend bedingt als
Vorbild geeignet.
Hirschmond, 2. Trideade, Naondag
Die Weise Frau kam heute an und bewies
nur wieder deren mangelnde Macht dadurch, dass sie in keinster Weise
bei den Problemen von Marc helfen konnte.
Ich erinnerte mich an eine Zeremonie
mit der man Feenwesen beschwören kann, dazu muss Zwiebelsaft in die
Augen gerieben werden und dabei zwei aus einem Kohlrabi und einer
Kartoffel geschnitzten Männchen in den Händen gehalten werden.
Tatsächlich gelang die Beschwörung obwohl Isabell sich darüber
lustig machte. Ein höherer Krieger der Winterkönigin erschien. Er
weigerte sich jedoch die Winterkönigin zu holen, zunächst wollte er
gegen Marc kämpfen. Dazu kam es auch fast, da dieser einwilligte,
ich rettete ihm zunächst die Haut in dem ich eine Zusatzvereinbarung
mit dem Sidhe traf. Zunächst sollte er mich dreimal in Folge im
Armdrücken besiegen.
In meinen Augen besteht kein Nutzen
darin, Marc sterben zu lassen ohne vorher die Winterkönigin zu
Gesicht bekommen zu haben.
Die anderen brachten den Sommerpaladin
dazu, ein Treffen mit der Winterkönigin zu vereinbaren. Am nächsten
Morgen werden die anderen aufbrechen um diese zu sehen.
Hirschmond, 2. Trideade,
Deachdag
Die anderen sind heute morgen durch den
Feenkreis gegangen. Wie töricht, ohne Schutz.
Ich konnte ohne Probleme in der Zeit
ihrer Abwesenheit das kalte Eisen gegen einen meiner Klumpen
austauschen.
Das Lichterfest wird heute Abend
stattfinden. Die anderen kamen wieder zurück und erzählten etwas
von beeindruckendem Schnee und großer Kälte – leider haben sie
kein Auge für das wichtige, die Magie – außerdem berichteten sie,
dass die Winterkönigin zu Wahrung des Gleichgewichts einen Ersatz
für den toten Paladin braucht. Dafür kommt natürlich die
ehemalige, zukünftige Frau des Paladins in Frage, die hier in diesem
Dorf sein soll. Der tote Paladin war scheinbar auf Brautsuche.
Schnell hatten wir den Kreis der Frauen begrenzt und unter den übrig
gebliebenen konnte ich schnell die passende ausfindig machen. Ich
hatte mich inzwischen genügend mit dem Wesen der Feen beschäftigt,
dass dies ohne Probleme möglich war.
Das Lichterfest war nett.
PS:
Der Sidhe mit der Armdrückvereinbarung
hat heute zum ersten Mal verloren. Dank des Zaubers der Macht über
den Körper und einer kurzen Verwirrtheit des Sidhe war die Sache
schnell erledigt. Die Verwirrtheit erinnerte mich an den Zauber des
Verwirrens, aber es waren nur die anderen aus der Reisegruppe
anwesend. Sollte der Priester diesen Zauber beherrschen?
Hirschmond, 2. Trideade,
Aonadag
Am Elftag gehe ich nun mit dem
zukünftigen Paladin, einer jungen Dame zu der Winterkönigin. Auf
dem Weg dorthin, wurden wir – ich hatte es mir bereits gedacht –
von dem Sommerpaladin aufgehalten, der mit einigen Kriegern
erschienen war. Sie selbst schlug sich – schlecht geschauspielert –
selbst zu Boden, der restliche Kampf war unspektakulär, bis auf die
toten Krieger der Sommerkönigin und einige Kratzer bei den anderen.
Problematisch wurde es erst, als Shioban, der zukünftige Paladin der
Winterkönigin, versuchte den Sommerpaladin zu meucheln. Stört
dieses dumme Mädchen doch meinen ganzen Plan. Schließlich gelang es
mir jedoch, sie mit Magie soweit zu beeinflussen, dass sie endlich zu
dem Feenkreis ging. Dieser besteht im übrigen aus einem Kreis von
Pilzen. Wie nicht anders zu erwarten war, konnten wir durch den
Feenkreis in die Feenwelt eintreten, ich hatte vorsorglich mein Stück
kaltes Eisen dabei. Mit der Winterkönigin konnte ich ein angenehmes
Gespräch führen, im Gegensatz zu anderen ist sie geistig nicht
unbewaffnet und durchaus in der Lage zu einem Wortduell. Sehr viel
magisches konnte ich jedoch nicht entdecken, bis auf einige Menschen,
die mit Machtzaubern zur Arbeit im Palast gebracht wurden.
Im Endeffekt lies ich es offen, ob ich
jemals in die Feenwelt zurückkehren werde. Shioban wurde in einen
Kokon gehüllt um sich in den Winterpaladin zu verwandeln, diese
Magie erschien mir aber nicht nützlich. Sie ist zu einseitig, als
dass es sich lohnen würde, dafür Zeit und Geduld zu investieren.
Shioban versprach mir noch einen Wunsch, außerdem erfuhr ich, dass
der Sidhe mit der Armdrückvereinbarung inzwischen nicht mehr lebt,
was mich kurz lächeln lies.
Ich brach noch heute nach Thame auf.
Drachenmond, 1. Trideade,
Catrudag
Endlich wieder in Thame. Werde den
Winter nutzen um meine verbliebenen Spruchrollen zu lernen und zu
üben, meine Kräfte effizienter einzusetzen.
Draugmond, 2. Trideade,
Criochdag
Ich habe alle Spruchrollen verlernt.
Anstelle dieser lasse ich den größten Teil des kalten Eisens in der
Gilde zur Aufbewahrung zurück. Die Winterkönigin hat mir bestätigt,
dass es sich um echtes kaltes Eisen handelt. Ich habe recherchiert.
Es ist auf jeden Fall lohnenswert einen Schmied zu finden, der kaltes
Eisen bearbeiten kann. Ich las von bannmächtigen Sigildornen und von
anderen Gegenständen aus kaltem Eisen.
Ich habe in den Archiven auch
Aufschriften über Feenmagie gefunden. Ein anderer Magier konnte mir
diese erläutern, sodass ich nun etliche Zauber der Feen beherrsche.
Soweit hatten sie mir doch vor Augen geführt, wie sinnvoll manche
ihrer Kräfte sind. Weiterhin habe ich meine Macht über das Wasser
ausgebaut und kann dieses nun in den kleinsten Teilen manipulieren.
Außerdem habe ich mich der Bannmagie gewidmet, was schon lange an
der Zeit war. Zuletzt habe ich zwischen zwei Regalreihen ein Buch
gefunden, was dort wohl schon lange nicht mehr hervorgeholt wurde.
Der Titel „Von ther Welth ther Gifthe unth Thämpfe“ faszinierte
mich sofort. Ich habe das Buch nach dem Gebrauch wieder sorgfältig
vor neugierigen Augen verborgen. Ich brauche dringend Geld, die
letzten Wochen waren schon sehr knapp bemessen und ich merke, dass
eine Mahlzeit am Tag zu wenig ist. Leider ließen meine Studien
jedoch nicht mehr zu.
Ich habe mich gefreut, Lorinna wieder
zu sehen.
Kritische Treffer/Fehler - Best of
Mfg Yon
Viele Grüße
hj
mfg Mitel
(Ich sollte noch dazusetzen - für die Nicht-Dortgewesenen - daß ich die genannte Küstenstaatlerin Isabel gespielt habe.