Wenn man das ganz spitzfindig zuende denken würde, schreibst Du damit den Spielern auch vor, wie sich ihre Figuren verhalten. Wenn Du ein Bild beschreibst, und dabei die Worte "an der Decke siehst Du" vorkommen, dann hast Du entschieden, dass die Figur nach oben schaut. Sie könnte aber auch lieber auf den Boden schauen wollen, nicht wahr?Ja, natürlich. Deswegen verwende ich keine Vorlesetexte und reagier auf das was meine Spieler mir sagen. Z.B. "Ich schau mich im Raum um." Ich frag dann normalerweise nach ob der Charakter rein geht, damit ich genau weiß was er von seiner Position aus sieht. Das Gleiche funktioniert mit Märkten oder ähnlichem. "Ich haste über den Markt" bekommt eine andere Beschreibung wie "Ich schau mich auf dem Markt um."
Je allgemeiner die Tätigkeitsbeschreibung des Spielers ausfällt, je mehr darf ich Annahmen über das Verhalten des Charakters anstellen. Aber auch hier: Emotionen, Gedanken und dergleichen beschreibe ich nur, wenn der Spieler mich fragt, was für einen Eindruck sein Charakter von einer Situation hat.