In der Praxis bringt (meiner Erfahrung nach) einem die Rollenspieltheorie am ehesten etwas, wenn man feststellt, dass in der Gruppe etwas schief läuft, ohne dass man den Ursache genau benennen kann. Die Theorie kann einem dann helfen (zumindest in Form von Anhaltspunkten), die Ursache herauszufinden und gegebenen Falls darauf zu reagieren.
So kann es zum Beispiel sein, dass die Spieler im Laufe der Zeit unterschiedliche Spielstile entwickeln; der eine tendiert mehr zum Powergamer, der andere zum Storyteller und der dritte zum Simulationisten.
Ohne Theorie stellt man im Zweifelsfall irgendwann fest, dass man keinen Spaß mehr am Rollenspiel hat und im Extremfall komplett mit dem Rollenspiel aufhört.
Mit der Theorie kann man die Symptome analysieren und mögliche Gegenmaßnahmen ergreifen, bspw. einen Spielstil findet, mit dem sich alle zufrieden geben, oder die man Gruppe wechselt und bei der neuen Gruppe stärker darauf achtet, dass sie dem eigenen Spielstil eher entspricht.
Ähnliches gilt natürlich auch für den Spielleiter und seiner Art zu leiten.