Hiram ben Tyros Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Ich mach ehierfür mal einen eigenen Thread auf. M.E. sollte diese Punkt geklärt sein ehe man sich auf Stadtgröße und Fluß-/Seestadt einigt. 1. Eine Kultur von Flußnomaden könnte ich mir gut vorstellen. Die Flüsse sind imho groß und flach (Strömungsarm) genug für eine solche Kultur. 2. Wenn 1. Konsens ist muß die zu beschreibende Stadt nicht zwingend Hauptstadt oder Zentrum sein. Hiram
Hornack Lingess Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Ich denke, dass es in Medjis viele kleinere, mehr oder weniger konkurrierende Stämme gibt, die allesamt schamanistisch geprägt sind. Hornack
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Komischerweise muss ich bei Medjis immer ein wenig an Indianerstämme der Seenplattenregion Nordamerikas denken. Klar, der Bezug zu Sibirien ist marginal. Die Sozialstruktur würde ich auf Stammbasis setzen. Diese dann wieder nach Sippen und dann nach enger Familienzusammengehörigkeit organisiert. Angeführt werden die Stämme von Schamanen oder Häuptlingen oder Personen die beide Ämter ausfüllen. Stand nicht sogar irgendwo etwas über Schamanenhäuptlinge der Mdjisen? Zu den Flussnomaden folgendes. Nomaden sind Menschen, die auf Grund von Resourcenknappheit wandern müssen. Keiner tut so etwas freiwillig. An Resourcen wichtig sind Wasser, Lebensmittel und BAustoffe. In Medjis gibt es riesige Waldflächen. Auf der Karte besteht ganz Medjis aus Wald. demnach gibt es BAustoff ohne Ende. In Wäldern und Flüssen gibt esWild und Fisch en Masse und die Wasserversorgung....muss man wohl nichts zu sagen, oder? Also ist Nomadentum m.E. völlig unnötig und von daher wenig sinnvoll hier anzusetzen. Gruß Eike
Hornack Lingess Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Das Recht des Stärkeren mag allerdings zu Nomadentum führen. Ich meinte mit Nomadentum auch eher jahreszeitliche Wanderungen und nicht ständiges auf-Achse sein. Man kann umziehen, tut dies aber nur, wenn man muss. Ansonsten stimme ich dir zu, Eike. Deine Beschreibung von Medjis gefällt mir. Hornack
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Hornack Lingess @ Nov. 28 2002,12:31)]Das Recht des Stärkeren mag allerdings zu Nomadentum führen. Ich meinte mit Nomadentum auch eher jahreszeitliche Wanderungen und nicht ständiges auf-Achse sein. Man kann umziehen, tut dies aber nur, wenn man muss. Ansonsten stimme ich dir zu, Eike. Deine Beschreibung von Medjis gefällt mir. Hornack Fühle mich auch gerade sehr an meiner kreativen Ader gezwickt Gruß Eike
Hiram ben Tyros Geschrieben 28. November 2002 Autor report Geschrieben 28. November 2002 Weiß denn jemand wie die sibirischen Stämme organisiert sind? In der Tundra waren sie mit Sicherheit Nomaden. Ich bilde mir jedoch ein gelesen zu haben, daß sie auch in der Taiga nicht fest an einen Ort gebunden waren sondern mit dem Wild gezogen sind... @Eike Rohsoffe (Holz etc.) sind sicher weniger das Problem. Wenn es ein Argument für Nomadentum in Medjis gibt sind es eher die Nahrungsquellen. Wildherden wandern nach Jahreszeiten. Fische (z.B. Lachse) ebenfalls, so daß es durchaus sinnvoll sein kann auch im Waldland zu wandern. Wenn Du schon Indianer bringst, möchte ich auf die Amazonasindianer hinweisen, die meist auch Nomadisch leben obwohl sie in einem extrem artenreichen Umfeld leben. Ich denke es hängtauch von der Entwicklungsstufe ab ob ein Stamm zieht oder seßhaft wird. Hiram
Gwynnfair Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Hornack Lingess @ Nov. 28 2002,12:27)]Ich denke, dass es in Medjis viele kleinere, mehr oder weniger konkurrierende Stämme gibt, die allesamt schamanistisch geprägt sind.Hornack Dem stimme ich zu. Doch wenn Konkorenz zwischen verschiedenen Stämmen herrscht, machen bewegliche Dörfer weniger Sinn, denn man wird früher oder später einem feindlichen Dorf begegnen.... Gruß Gwynn
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Gwynnfair @ Nov. 28 2002,12:33)]Zitat[/b] (Hornack Lingess @ Nov. 28 2002,12:27)]Ich denke, dass es in Medjis viele kleinere, mehr oder weniger konkurrierende Stämme gibt, die allesamt schamanistisch geprägt sind.Hornack Dem stimme ich zu. Doch wenn Konkorenz zwischen verschiedenen Stämmen herrscht, machen bewegliche Dörfer weniger Sinn, denn man wird früher oder später einem feindlichen Dorf begegnen.... Gruß Gwynn Ich stimme Gwynny zu. Wanderschaft in ausgedehnten Waldgebieten machen wenig Sinn. Es sei denn eine absolute Notsituation herrscht. Das gilt aber für alle Regionen Midgards. Ich denke auch nicht, dass es nötig ist in Medjis dem Wild zu folgen, da das Wild auf Grund von ausreichend vorhandener Nahrung und SChutz nicht wandern muss. Gruß Eike
Hiram ben Tyros Geschrieben 28. November 2002 Autor report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Eike @ Nov. 28 2002,12:29)]Die Sozialstruktur würde ich auf Stammbasis setzen. Diese dann wieder nach Sippen und dann nach enger Familienzusammengehörigkeit organisiert.Angeführt werden die Stämme von Schamanen oder Häuptlingen oder Personen die beide Ämter ausfüllen. Stand nicht sogar irgendwo etwas über Schamanenhäuptlinge der Mdjisen? . . . Gruß Eike Absolute Zustimmung! Hiram
Adjana Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Wenn ihr euch auf die Flussstädte einigt, könnten die Stämme auch nach den einzelnen Flüssen benannt sein. Medjisen von anderen Flüssen werden dann eher mit Skepsis betrachtet - schon weil man ihnen so selten begegnet. Zwei Städte (oder Dörfer) auf demselben Fluss werden sicher kooperieren, sonst haben sie ernsthafte Probleme. Gruß von Adjana
Bernward Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Die Einzelflöße machen einen verlässlichen Stadtplan unmöglich. Allerdings ergeben sich hieraus sehr viele Möglichkeiten. Wenn man Heiratet oder nur eine Fete macht schippert man seine Flöße zusammen und los geht´s!
Bernward Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Und was ist, wenn sich die Walsläufer und Flussschipper gar nicht grün sind? (unterschiedliche Totem, Lebensweise..) Das Thema Totem ist gar nicht angesprochen worden, gibt es ein Schutztotem für die Stadt? (Ein Biber würde sich anbieten)
Adjana Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Oder vielleich der Lachs? Wenn die Wald-Medjisen den Bär als Totem haben... Gruß von Adjana
Hiram ben Tyros Geschrieben 28. November 2002 Autor report Geschrieben 28. November 2002 Einen Konflikt zwischen überwiegend am/auf dem Fluß lebenden Stämmen und den im Wald Lebenden kann ich mir kaum vorstellen. Die Lebensgrundlagen sind zu verschieden und beide Seiten profitieren mehr vom Austausch/Handel als vom Krieg. Gewisse Vorurteile schaffen natürlich trotzdem einen gewissen Reiz. Hiram
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Ich bin immer noch dafür, die Stadt zum kulturellen und sozialen Zentrum eines Stammes zu machen, aus bereits mehrfach erwähnten Gründen. Zur Totemfrage: Ich denke es ist alles möglich. Ich persönlich mag den Luchs als Totem sehr gerne. Den reinen Bezug zum Wasser halte ich für unnötig da der Stamm an sich zumindest von der Masse her im Wald leben wird. Gruß Eike
Hiram ben Tyros Geschrieben 28. November 2002 Autor report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Eike @ Nov. 28 2002,13:49)]Ich bin immer noch dafür, die Stadt zum kulturellen und sozialen Zentrum eines Stammes zu machen, aus bereits mehrfach erwähnten Gründen. Eike Wenn die Stadt nicht alle paar monate verlegt wird kann ich mir das gut vorstellen. Hiram
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Das Problem bei einer solchen Stadt ist, dass sie mit den Nachbarm am Festland im Frieden leben muss um zu überleben. Das geht am einfachsten, wenn das die eigenen Leute sind . Ein Stamm, der sich eine solche Stadt leistet sollte aus mehr als 1000 Leuten bestehen. Ich denke da eher an 5000 Menschen. Der Großteil des Stammes lebt natürlich in den Dörfern des Stammesgebiets im Wald. Die Stadt ist Zentrum und Fluchtburg des Stammes. Der Stamm an sich hat ein großes Interesse daran diese Stadt zu erhalten. Dort werden alle Stammesangelegenheiten geklärt. Großes Gericht abgehalten. An Festtagen zu Ehren der Geister werden dort rauschende Feste angehalten. Ein Rat der Häuptlinge/Schamanen/Stammesältesten trifft sich dort zu seinen Versammlungen. Des weiteren sollte die Stadt der zentrale Marktplatz für Tauschgeschäfte innerhalb des Stammes, aber auch Anlaufpunkt für den Handel mit anderen Stämmen sein. So müssen die Leute nicht mühsam von Dorf zu Dorf ziehen. Jedes Dorf muss ein bestimmtes Kontingent an Waffenfähigen Männern und Frauen abstellen, die für die Sicherheit der Stadt verantwortlich sind. Des weiteren müssen alle Dörfer Handwerker entsenden, die dafür sorgen, dass die Stadt ausgebaut und renoviert werden kann. Durch den ständigen Austausch der Menschen entstehen Bindungen zwischen den Dörfern/Sippen des Stammes die wichtig für den Zusammenhalt des Stammes sind. Mehr an Ideen später Gruß Eike
Gwynnfair Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 @Eike Ein Stamm mit 5000 Stammesmitgliedern ist ja schon relativ groß. Da sollten die einzelnen Dörfer weit verstreut im gesammten Stammesgebiet liegen (mehrere Tagesreisen entfernt). Das würde wohl auch bedeuten, das es von diesen Städten nur sehr wenige gibt, da sich die meisten Stämme einen solchen Aufwand nicht leisten können. Also doch eine Art Hauptstadt. Von wieviel Stämmen dieser Größenordnung gehst Du denn aus? Gruß Gwynn
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Gwynnfair @ Nov. 28 2002,14:27)]@EikeEin Stamm mit 5000 Stammesmitgliedern ist ja schon relativ groß. Da sollten die einzelnen Dörfer weit verstreut im gesammten Stammesgebiet liegen (mehrere Tagesreisen entfernt). Das würde wohl auch bedeuten, das es von diesen Städten nur sehr wenige gibt, da sich die meisten Stämme einen solchen Aufwand nicht leisten können. Also doch eine Art Hauptstadt. Von wieviel Stämmen dieser Größenordnung gehst Du denn aus? Gruß Gwynn Richtig. Ich gehe von einer Hauptstadt (einzigen Stadt) aus. Ich mag nur diesen Begriff nicht gern im Zusammenhang mit Barbaren. Kulturzentrum gefällt mir da besser. Von dieser Stadt soll auch keine zentrale Herrschaft über den Stamm ausgehen. Ich stelle mir das eher so vor dass jede Sippe/ jedes Dorf sich primär um sich selber kümmert. Nur alles bedeutende wird in der Stadt erledigt. Des weiteren gehe davon aus dass es maximal 10 solcher Städte in Medjis gibt, eher weniger (vielleicht nur 5). Flächenmäßig ist Medjis dazu groß genug. Weiterhin richtig, dass ich von einem großen Stamm ausgehe, der in der LAge ist eine schwimmende Stadt überhaupt zu bauen. Solch große Stämme mit einer Stadt, die zugleich Festung ist, sollten auch mehrere kleien Stämme als tributpflichtig unter sich haben und eine beherrschende Rolle in ihrem Großraum einnehmen.
Gwynnfair Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 @Eike Dann sind wir uns ja einig! Mal sehen ob die anderen zustimmen.... Gruß Gwynn
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Gwynnfair @ Nov. 28 2002,15:25)]@EikeDann sind wir uns ja einig! Mal sehen ob die anderen zustimmen.... Gruß Gwynn Auf jeden Fall gut einen Verbündeten zu haben. Man weiss ja nie, wie die eigenen Ideen so ankommen. Gruß Eike
Bernward Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Das sich Land und Wasserleute nicht grün sind, heißt noch lange nicht, dass sie sich bekriegen. Stellt Euch doch mal die Zünfte im Mittelalter vor. Eine schwimmende Stadt für Leute, die eigentlich eher auf dem Land wohnen kommt mir etwas komisch vor. Wer lebt also auf dem Land und wer auf den Flößen?
Bart Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 Zitat[/b] (Bernward @ Nov. 28 2002,15:37)]Das sich Land und Wasserleute nicht grün sind, heißt noch lange nicht, dass sie sich bekriegen. Stellt Euch doch mal die Zünfte im Mittelalter vor.Eine schwimmende Stadt für Leute, die eigentlich eher auf dem Land wohnen kommt mir etwas komisch vor. Wer lebt also auf dem Land und wer auf den Flößen? @Bernward: Wie gesagt sehe ich die stadt auch als Festung. Insofern macht sie auf dem Wasser sehr viel Sinn. In einem so unzugänglichen Land wie Medjis sind die Flüsse auch die HAuptverkehrsadern, so dass diese Stadt im Wasser auch gut mit Wasserfahrzeugen erreichbar ist. Eine Trennung in Wasserleute und Landleute halte ich aus den vorweg geschriebenen Äußerungen für wenig sinnvoll. Gruß Eike
Gwynnfair Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 @Bernward Eine strikte Trennung zwischen Land- und Flußstämmen halte ich auch für unwahrscheinlich. Vieleicht ist es sogar ein Privileg, zur "Stadtwache" zu gehören oder sein Floß dauerhaft andocken zu dürfen? Gruß Gwynn
Bernward Geschrieben 28. November 2002 report Geschrieben 28. November 2002 OK, dann will ich mal ein paar Möglichkeiten detaillierter Darstellen, wie das Leben an Land / Wasser aussieht. 1) Es gibt Leute, die Hauptsächlich auf dem Fluss und manche, die hauptsächlich in den Wäldern leben a) Diese sind sich spinnefeind b) Diese haben einen eher getrennten Lebenswandel aber regen Kontakt. Z.B. verschiedene Clans / Totems c) Sie gehören einem Clan an, und es wird nach Berufsgruppen getrennt. Fischer, Fährmänner für die Flöße sind trivial, hinzukommen können Bewahrer, Kultisten, Würdenträger etc. d) Es findet ein saisonal oder sonstwie begründeter Austausch statt. 2) Alle Leute leben teilweise im Wald und auf dem Floß. a) der Wechsel ist saisonal bedingt b) der Wechsel ist Altersbedingt (Initiation) c) der Wechsel ist Kriegsbedingt d) Berufsgruppen sind das Bindeglied zwischen 1) und 2) Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sollte aber evtl. Denkanstöße liefern. Bernward
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