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Sozialstruktur der Medejne


Hiram ben Tyros

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo!

 

Nun, im DFR steht ..."In der großen Bucht der Tausend Flöße im Süden des Landes lebt das seltsame Floßvolk, das seine auf dem Wasser schwimmenden Städte nur verläßt, um mit Erlaubnis der Medjene Bäume für ihre Flöße und Hausboote zu schlagen."

 

Also, ich denke aus diesem Text wird doch einiges deutlich:

 

- Das Floßvolk lebt üblicherweise nicht an Land;

- es gibt gleich mehrere schwimmende Städte;

- das Floßvolk verwendet sowohl Hausboote wie auch Flöße;

- sie scheinen zumindest nicht mit den Medjenen verfeindet zu sein, so dass ihnen erlaubt wird, an Land Bäume zu schlagen.

 

Sollte die Stadtbeschreibung irgendwann im Gildenbrief veröffebtlich werden, sind dass dann m.E. Dinge, an die es sich zu halten gilt.

 

Alles erinnert mich stark an das Floßvolk im Roman "Das ferne Ufer" von LeGuin - ich glaube, es ist der dritte Band der Erdseetriologie.

 

Hoffentlich war ich jetzt keine Kreativbremse ...

 

cu - Karl

 

 

 

 

Geschrieben

Hi,

Grundsätzlich stelle ich mir Medjis als sehr niederschlagsreich mit starken Temperaturschwankungen vor. Geht man davon aus, daß diese Temperaturschwankungen und die starken Niederschläge einen sehr schlechten Untergrund für dauerhafte Gebäude und Ackerbau bilden, so werden sich die meisten Medjisen in nicht dauerhaften Behausungen (Zelten, Holzverstärkten Bauten, maximal zeitweise "Motten" und Rundbauten) aufhalten und von der Jagd leben. Das sind die Landbewohner, die durchaus den Zügen des Wildes folgen und damit zumindest zeitweise -und speziell in harten Wintern- nomadisieren.

 

Die Flußvölker hingegen haben sich in den weiten, flachen sumpfreichen Gegenden angesiedelt, die nicht sehr wild- dafür aber extrem fischreich sind. In den weiten Ebenen ziehen die Flüsse träge dahin und die Fischer waren ursprünglich Tage- und später auch Nächte- lang unterwegs bevor sie wieder mit den Fängen heimkehrten. Man begann Wochenweise auf den Flüssen zu leben, bis sich nur mehr zur sonstigen Resourcenbeschaffung die Notwendigkeit ergab, sich an Land zu begeben. Die Boote wurden zusammengetäut und später mit Stegen und Laufwegen fest verbunden, bis sich eine komplette schwimmende Stadt entwickelte und die Kultur sich durch die Seßhaftigkeit und die andere Lebensweise stark von den am Land lebenden Vettern unterschied.

 

So ungefähr stelle ich mir das vor lookaround.gif

Geschrieben
Zitat[/b] (Nixonian @ Nov. 28 2002,20:01)]Die Flußvölker hingegen haben sich in den weiten, flachen sumpfreichen Gegenden angesiedelt, die nicht sehr wild- dafür aber extrem fischreich sind. In den weiten Ebenen ziehen die Flüsse träge dahin und die Fischer waren ursprünglich Tage- und später auch Nächte- lang unterwegs bevor sie wieder mit den Fängen heimkehrten. Man begann Wochenweise auf den Flüssen zu leben, bis sich nur mehr zur sonstigen Resourcenbeschaffung die Notwendigkeit ergab, sich an Land zu begeben.

wie meinst du das ?

 

sie sind bei ihren fischzügen wochenlang nicht zurückgekommen ?

 

wie soll sich denn der fisch solange halten ?

Geschrieben

@ Karl:

Genau von diesem Floßvolk ging ich auch aus, als ich meine Idee der schwimmenden Stadt zum ersten Mal postete.

 

Dieser Stamm ist dann jedoch anders als die Medejnen.

 

@ Totem:

Biber gefällt mir sehr gut für diesen Stamm  thumbs-up.gif

 

Zur Größe des Stammes:

vielleicht sogar weniger als 100 Personen oder gerade mal zwischen 100 und 200, dann bliebe die "Stadt" auch flexibel genug, um hin und her fahren zu können. Zumindest ab und zu.

 

Zum Handel:

Das Floßvolk liefert Fische und alles, was aus dem Fluß kommt, das "Landvolk" (das nicht zum selben Stamm gehört) ermöglicht Baumfällen etc.

Hornack

Geschrieben
Zitat[/b] (Einskaldir @ Nov. 28 2002,20:19)]
Zitat[/b] (Nixonian @ Nov. 28 2002,20:01)][..]Man begann Wochenweise auf den Flüssen zu leben, bis sich nur mehr zur sonstigen Resourcenbeschaffung die Notwendigkeit ergab, sich an Land zu begeben.

wie meinst du das ?

 

sie sind bei ihren fischzügen wochenlang nicht zurückgekommen ?

 

wie soll sich denn der fisch solange halten ?

Nun, ich meinte

 

1.) daß die gesamte Familie hinausfuhr. Man lebte natürlich gleichzeitig vom Fisch.

2.) Der Fisch wurde sofort (an Bord) weiterverarbeitet

3.) Nicht gleich verarbeitbarer Fisch wird in Reusen im Wasser einige Tage frischgehalten. Das hat auch den Vorteil, daß sich die Fische "ausschwimmen" und ihren möglicherweise erdigen ("grundelnden") Geschmack verlieren.

Geschrieben
Zitat[/b] (Karl @ Nov. 28 2002,18:41)]Hallo!

 

Nun, im DFR steht ..."In der großen Bucht der Tausend Flöße im Süden des Landes lebt das seltsame Floßvolk, das seine auf dem Wasser schwimmenden Städte nur verläßt, um mit Erlaubnis der Medjene Bäume für ihre Flöße und Hausboote zu schlagen."

 

Also, ich denke aus diesem Text wird doch einiges deutlich:

 

- Das Floßvolk lebt üblicherweise nicht an Land;

- es gibt gleich mehrere schwimmende Städte;

- das Floßvolk verwendet sowohl Hausboote wie auch Flöße;

- sie scheinen zumindest nicht mit den Medjenen verfeindet zu sein, so dass ihnen erlaubt wird, an Land Bäume zu schlagen.

 

Sollte die Stadtbeschreibung irgendwann im Gildenbrief veröffebtlich werden, sind dass dann m.E. Dinge, an die es sich zu halten gilt.

 

Alles erinnert mich stark an das Floßvolk im Roman "Das ferne Ufer" von LeGuin - ich glaube, es ist der dritte Band der Erdseetriologie.

 

Hoffentlich war ich jetzt keine Kreativbremse ...

 

cu - Karl

Endlich mal jemand, der es zitiert! thumbs-up.gif Ich wunderte mich schon den ganzen Tag, bis ich es endlich abends nachlesen konnte. Ich finde, man sollte nicht zu den schwimmenden Städten des Regelwerks noch andere schwimmende Städte in Medjis kreieren. Viele der bisherigen Überlegungen scheinen mir übertragbar, auch wenn es dann wohl weder auf eine Fluß-, noch auf eine Seestadt, sondern auf eine Meerstadt hinausliefe. Die Kultur wäre nicht medejnisch, könnte aber an diese angelehnt sein (also insbesondere schamanistsich).

 

Grüße,

 

Hendrik

Geschrieben
Zitat[/b] ]In längst vergangenen Zeiten habe man die Stadt Amargánth mitten auf den See hinausgefahren, um sie gegen Überfälle zu sichern [...]. Aber jetzt habe man einen anderen Grund, Amargánth auf dem Wasser zu lassen. Die Bewohner liebten es nämlich, ihre Häuser ab und zu umzugruppieren und Straßen und Plätze neu zusammenzustellen. Wenn zum Beispiel zwei Familien, die an den entgegengesetzten Rändern der Stadt wohnten, sich befreundeten oder miteinander verwandt wurden, weil die jungen Leute heirateten, dann verließen sie ihren bisherigen Standort und legten ihre Silberschiffe einfach nebeneinander, wodurch sie Nachbarn wurden.

aus: Michael Ende, Die Unendliche Geschichte, S. 240

 

So harmonisch wird es im wirklichen Leben wohl nicht zugehen. Wahrscheinlich werden solche Umgruppierungen irgendwie organisiert (z. B. von den Schamanen), damit es nicht zu chaotisch zugeht. Aber die Anregung ist jedenfalls interessant. Ich finde, diese Möglichkeit macht einen großen Teil des Reizes der Floßstadt aus und sollte irgendwie geregelt werden. Gibt es vielleicht besondere Umgruppierungen zu Festtagen (man bildet eine Gasse, durch die ein Umzug mit kleinen Booten bis ins Stadtinnere veranstaltet wird) und ansonsten nur bei Erlaubnis (z. B. wegen Hochzeit)?

 

Träumerische Grüße,

 

Hendrik

Geschrieben
Zitat[/b] (Hendrik Nübel @ Nov. 28 2002,21:45)]aus: Michael Ende, Die Unendliche Geschichte, S. 240

Wußte ich doch, daß mir das Umgruppieren und "befreundete Familien zusammenziehen" bekannt vorkam, als es hier genannt wurde. smile.gif

Geschrieben

Hallo!

 

Als, ich gehe von Floßstädten des Floßvolkes aus, die alle in dieser im DFR angesprochenen Bucht der Tauseend Flöße beheimatet sind. Dazu zitiere jetzt mal ein bisschen aus LeGuin:

 

... "er sah, nördlich vom Boot Flöße, manche nahe beisammen, andere einzeln und weiter entfernt; sie waren so zahlreich, daß es aussah, als schwämmen Herbstblätter auf einem Wasserbecken. Niedrig und flach lagen sie auf dem Meer, doch jedes Floß hatte eine oder zwei Kabinen oder Hütten, die sich ungefähr in der Mitte erhoben, manche hatten sogar einen Mast gesetzt. Sie hoben und senkten sich langsam mit der Dünung, die sich unter ihnen bewegte. Die Waserstraßen glänzten silbern zwischen ihnen, ..."

 

... "... die geschnitzten Idole, jedes aus einem einzigen Baumstamm gefertigt ... , die menschliche Züge trugen, aber auch Ähnlichkeit mit Delphinen, Fischen und Vögeln hatten; ... Floß reihte sich an Floß, mindestens siebzig Flöße waren hier beisammen, die einen Riesenkreis bildeten, der bestimmt mehr als eine halbe Meile Durchmesser hatte. Es war wie eine Stadt. Aus entfernten Hütten stieg Rauch in die Höhe, hohe Kjnderstimmen wurden vom Wind herübergetragen. Es war wie eine Stadt, und unter ihnen lag der Abgrund."

 

Zum Thema an Land gehe

 

... "Einmal im Jahr. Wir gehen zur Langen Düne. Diort fällen wir Bäume und reparieren unsere Flöße. ... Im Winter trennen wir uns, jedes Floß ist für sich. Im Frühling treffen wir uns alle in Beltran. Die Leute besuchen sich auf den Flößen, es wird geheiratet."

 

aus:Ursula K. LeGuin, Erdsee, S. 545 - 551

 

Vielleicht hilft es ja weiter und inspiriert den einen oder anderen.

 

cu - Karl

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Gibt es Ausländer in Zavitaya? Wenn ja: welche? Wie viele?

 

Meine Meinung:

eher wenige Ausländer, wenn dann höchstens ein, zwei verrückte, ehemalige Abenteurer, die sich hier zur Ruhe gesetzt haben. Wenn die jemand ausarbeiten mag...

 

Hornack

  • 4 Monate später...
Geschrieben

Zusammenfassung:

Zavitaya ist die Siedlung eines medjisischen Stammes. Andere Stämme in Medjis verehren andere Totems, sind anderswo angesiedelt und unterscheiden sich auch in ihrem Verhalten von den Zavitayesen.

 

Hornack

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